IGFM Österreich  
    Ohne die bürgerlichen Grundrechte  
 
gibt es weder Frieden und Gerechtigkeit noch soziale Fortschritte.
 
 
 

 

Kontakt uns:

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

Untere Augartenstraße 21
A – 1020 Wien

Telefon: +43 1 332 95 43

Telefax: +43 1 330 62 68

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Wer wir sind

Im April 1972 wurde die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) in Frankfurt am Main von 13 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Vladimir Bukowski war soeben in Moskau zu zwölf Jahren Lager und Verbannung nach Sibirien verurteilt worden, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung mutig in Anspruch genommen hatte. Alexander Solschenizyn hatte seinen „Archipel GULag“ vollendet – aber kaum jemand kannte im Westen diesen Mann.

1990:Die Präsidentin der IGFM-Österreich, Katarina Grieb bei Wazlav Havel

Für Vietnam demonstrierten in diesen Tagen viele. Aber für die Tausenden politischen Gefangenen in den sowjetischen Straflagern, die sterbenden Flüchtlinge an der deutsch-deutschen Grenze, die Verfolgten in Polen, Rumänien, der Tschechoslowakei und in anderen Staaten, die sich zu Europa zählten, demonstrierte keiner. Aus den 13 Gründern ist mit den Jahren eine internationale Nichtregierungsorganisation (NGO) auf allen Kontinenten mit etwa 35.000 Mitgliedern in über 30 Sektionen und nationalen Gruppen geworden. Seit 1982 existiert die österreichische Sektion der IGFM. Die IGFM besitzt Beobachterstatus beim Europarat, bei der Organisation afrikanischer Staaten sowie in der Abteilung für öffentliche Informationen der Vereinten Nationen.

Die IGFM ist eine gemeinnützige Organisation und finanziert sich vorwiegend durch Spenden. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Unsere Arbeit gilt dabei verfolgten Christen in islamisch geprägten Ländern ebenso wie Bürgerrechtlern in autoritären Regimen, den Rechten der Frauen und Kinder, hilflosen Menschen in Osteuropa oder Flüchtlingen.

Wir stehen für

Die Grundlage der IGFM-Arbeit ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
Das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit.
Das Recht auf Religionsfreiheit.
Das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit.
Das Recht auf Freizügigkeit.
Das Recht auf die Unverletzlichkeit der Person und die Achtung der Würde des Menschen.

Was wir tun

Einzelfallbetreuung

Die IGFM unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Grundrechte in ihren Ländern einsetzen und deswegen verfolgt werden. Mittel dazu sind u.a. Appelle, Unterschriftenaktionen und Protestbriefe. Die IGFM hat seit ihrem Bestehen mehrere tausend Fälle bearbeitet und konnte zahlreichen politischen Gefangenen zur Freiheit oder auch zu besseren Haftbedingungen verhelfen.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Eine informierte Öffentlichkeit ist der beste Schutz gegenMenschenrechtsverletzungen. Öffentlichkeitsarbeit bedeutet aber nicht nur Presse-, Lobby- und Informationsarbeit hier zulande, sondern weltweite Aufklärung und Menschenrechtserziehung. Die IGFM veranstaltet in zahlreichen Ländern Seminare, Wettbewerbe und andere Initiativen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. In der Ukraine beteiligen sich z.B. jährlich Hunderte von Schülern an dem Schülerwettbewerb „Menschenrechte“.

Humanitäre Hilfe

Humanitäre Hilfe schafft Vertrauen und unterstützt die Freundschaft zwischen Völkern. Die IGFM leistet humanitäre Hilfe in Form von Hilfsgütertransporten, Medikamentenlieferungen und Paketaktionen aber auch durch finanzielle Unterstützung von Projekten. Vor Ort werden diese Projekte entweder von unseren nationalen Sektionen oder von kirchlichen Partnern betreut.

Seit 1980 hat die IGFM so mit zigtausend TonnenHilfsgütern »Hilfe von Mensch zu Mensch« geleistet und denen geholfen, die aus politischen Gründen keine oder nicht genügend staatliche Hilfe zu erwarten haben. Vor allem ausgesetzten Kindern, ehemaligen GULag-Opfern und politischen Gefangenen, Flüchtlingen und Opfern von Gewalt, kinderreichen Familien, alleinstehenden Müttern, Behinderten, alten und kranken Menschen.

Projektarbeit

Wir entwickeln und koordinieren weltweit Projekte, zum Beispiel Bildungsseminare zu Demokratie und Menschenrechten in den Staaten des ehemaligen Ostblocks. Wir unterstützen den Demokratieprozess in Osteuropa und veranstalten Tagungen und Weiterbildungen zu international relevanten Themen wie z.B. zum internationalen Strafgerichtshof. In letzter Zeit haben wir als besonderen Schwerpunkt das Thema „Menschenrechte und Islam“.

Die IGFM Österreich hat der zunehmenden Verschlechterung der Menschenrechtssituation im asiatischen Raum durch Gründung eines eigenen Arbeitskreises für China im letzten Jahr Rechnung getragen, der neben Publikationen und Kontakt zu Politikern und internationalen Organisationen auch konkrete Fallarbeit in China leistet.

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